Selfie-Sticks im Test – was taugt der neue Trend?

Selfie-Sticks sind einer der ganz großen Trends dieses Jahr. Darunter versteht man einen Stab mit einer Halterung für das Smartphone, mit dessen Hilfe man Selbstporträts knipsen kann, eine Gruppe von Leuten aufs Bild bekommt oder auch sich selbst mit der Umgebung ablichten kann – und zwar wesentlich einfacher und komfortabler.

Selfie-Stick

Selfie-Stick von Zanasta

Ich gebe zu, vor einem Jahr hab ich die Dinger noch belächelt, als ich in Dublin das erste Mal Leute gesehen hab, die sich damit selbst fotografiert haben. Inzwischen muss ich mir aber eingestehen, dass ein Selfie-Stick in manchen Situationen äußerst praktisch sein kann. Und deshalb habe ich zwei für euch getestet und verrate in diesem Artikel, wie sie mir gefallen haben.

Videos viel komfortabler mit Selfie-Stick

Auch wenn man selbst Videos von sich aufnimmt ist die Variante Smartphone plus Selfie-Stick die einfachste und schnellste Lösung. Und bei den heute meist recht guten Smartphone-Kameras reicht die Qualität für die meisten Bedürfnisse gut aus. Meine ersten Schritte mit dem Selfie-Stick waren mit Periscope. Das ist ein neuer Dienst fürs Live-Broadcasting. Ich fand es wesentlich entspannter mit dem Stick, weil ich den auf dem Schreibtisch auflegen konnte. Nur mit dem Smartphone in der Hand kriegt man irgendwann einen Krampf in den Arm, das fällt mit dem Selfie-Stick weg.

Selfie-Sticks mit und ohne Bluetooth-Auslöser im Test

Zwei unterschiedliche Modelle hatte ich zum Testen – ein herzliches Dankschön dafür geht an den Online-Shop Zanasta, die mir die beiden Sticks freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben: Einen Selfie-Stick mit Bluetooth-Auslöser und einen Stick ohne. Eigentlich hatte ich anfangs gedacht, dass nur eine Selfie-Stange mit Bluetooth sinnvoll wäre, denn da sitzt der Auslöser dann am unteren Ende des Sticks und man kann das Smartphone von vorn herein so halten, wie man auch auf dem Bild sein möchte. Allerdings bin ich inzwischen etwas zwiegespalten, welcher Stick mir nun besser gefallen hat.

Auch Aufnahmen ohne Bluetooth-Auslöser haben nämlich überraschend gut funktioniert. Wenn der Stick nicht auf die volle Länge ausgezogen ist, ist es nämlich kein Problem, mit dem Finger ganz normal den Auslöser am Display zu bedienen. Und dann hat man ja auch noch 3 Sekunden Zeit, bis dann das Foto tatsächlich gemacht wird. Möchte man möglichst viel von der Umgebung mit aufs Bild bekommen und zieht die Stange ganz aus, dann muss man sie nach dem Auslösen erst noch richtig ausrichten. Und das ist dann durchaus etwas hektisch. In diesem Fall sollte man – wenn möglich – die Dauer für den Selbstauslöser etwas nach oben setzen auf 5 oder gar 10 Sekunden.

Bluetooth-Auslöser sorgt für weniger Hektik bei Selbstporträts

In dieser Hinsicht ist das Modell mit Bluetooth-Auslöser deutlich komfortabler. Allerdings fand ich den Auslöser an der Selfie-Stange etwas schwer zu betätigen, man muss dafür erst ein Gefühl bekommen. Bei diesem Modell fand ich auch die Halterung besser. Zwar gab es bei keinem der Selfie-Sticks Probleme, dass das Handy nicht fest in der Halterung saß, aber rein vom Gefühl her fand ich die Halterung des Bluetooth-Modells sicherer.

Die Neigung nach oben und unten ließ sich bei beiden Modellen gut einstellen, allerdings fand ich auch dies bei der Halterung des Bluetooth-Sticks komfortabler. Auch die Stange auszuziehen ging einfach und ohne Probleme vonstatten. Zusammengeschoben sind die Sticks sehr kompakt und finden gut Platz im Rucksack oder auch in einer größeren Handtasche.

Selfie-Stick

Selfie-Stick

Übrigens habe ich anfangs ein wenig mit der Bluetooth-Verbindung gekämpft. Daher wollte ich eigentlich auch erklären, wie das funktioniert. Aber dann bin ich auf dieses Video gestoßen und finde, dort wird sehr anschaulich beschrieben, wie man einen Selfie-Stick per Bluetooth mit dem Smartphone verbindet.

Fazit: Sieht komisch aus, kann aber praktisch sein

Beide Selfie-Sticks tun, was sie sollen: Die helfen dabei, schöne Selbstporträts zu machen, bei denen man sehr einfach auch die Umgebung oder mehrere Leute mit aufs Bild bekommt. Preislich liegt der Selfie-Stick ohne Bluetooth bei 13,87 Euro, die Variante mit Bluetooth-Auslöser bei 18,87 Euro. Meine Empfehlung ist das Bluetooth-Modell – und zwar auch, wenn ihr den Auslöser am Stick gar nicht unbedingt braucht. Hier fand ich aber einfach die Halterung besser und angenehmer, das ist die paar Euro Mehrpreis schon wert.

Zugegeben, es sieht schon etwas lustig aus, wenn man vor einer Sehenswürdigkeit steht oder in der Kneipe sitzt und mit einem Selfie-Stick herumfuchtelt. Aber da ich mein Smartphone extrem ungern einem Fremden gebe – die Kamera übrigens auch – gibt es von mir so gut wie gar keine Urlaubsfotos, von Fotos mit mir und meinem Mann wollen wir gar nicht reden. Mit dem Selfie-Stick wird sich das ändern und ich freue mich schon darauf, dass es bald endlich ein hoffentlich tolles Foto von mir bzw. uns und der Tower Bridge geben wird.

Bildquellen: Zanasta.com, Redaktion


Ein Kommentar:

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