Wearables: Fitbit Charge im Test – Ein Fitness-Tracker für den Sportmuffel

Wearables sind einer der Trends des Jahres. Und dieser Trend macht auch vor techgeflüster nicht Halt. Ich habe mir seit einigen Tagen den Fitbit Charge ums Handgelenk gelegt, um euch von meinen Erfahrungen mit dem smarten Armband berichten zu können. Einen ersten Eindruck gibt’s heute schon, in den kommenden Wochen bekommt ihr hier immer wieder meine Eindrücke geschildert.

Wearables: Das Fitness-Armband Fitbit Charge

Fitness-Tracker Fitbit Charge (Bild: Redaktion)

Der Fitbit Charge ist ein Armband mit Aktivitäts- und Schlaftracker. Er kommt mit einem Ladekabel, das man via USB an den PC anschließen kann, und mit einem sogenannten Dongle, eine Art ganz kleiner USB-Stick, mit dessen Hilfe das Armband mit dem Fitbit-Account synchronisiert wird. Aber dazu gleich noch. Nachdem man den Fitbit Charge geladen hat, kann man sich ans Einrichten machen. Eine Bedienungsanleitung liegt dem Fitness-Tracker nicht bei, nur der Hinweis, dass man zum Einrichten auf die Website www.fitbit.com/setup gehen soll.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung

Auf der Website wird einem dann aber Schritt für Schritt erklärt, was man machen soll. Man kann also eigentlich gar nichts falsch machen. Falls man nicht schon ein Konto bei Fitbit hat, so muss man zunächst eins anlegen, das ist die Grundvoraussetzung. Beim Anlegen des Fitbit-Kontos gibt man unter anderem an, wie groß man ist, was man wiegt, wie viel man abnehmen möchte.

Fitbit Dashboard: Sehr umfangreich und erstmal sehr zeitaufwändig

Wenn man sich dann bei Fitbit einloggt, hat man Zugriff auf das Dashboard, wo man nicht nur sieht, wie viel man sich bewegt, wie viele Kalorien man verbrannt und wie viele Stockwerke man Treppenstufen gestiegen ist. Das Dashboard bietet noch viel weitreichendere Möglichkeiten. So kann man zum Beispiel eintragen, was man sonst an sportlichen Aktivitäten unternommen hat, denn der Fitbit Charge weiß das ja nicht, wenn man nicht gerade Joggen war. Hier lassen sich auch andere Tätigkeiten wie Putzen, Musik machen oder Büroarbeit eintragen, sodass die Zahl der verbrannten Kalorien möglichst exakt berechnet werden kann. Auch was man gegessen und getrunken hat lässt sich im Fitbit-Dashboard festhalten. Und zu guter Letzt kann man auch notieren, wann man ins Bett gegangen und wie lange man geschlafen hat, inklusive möglicher Unterbrechungen.

Fitbit Charge

Der Fitbit Charge zeigt neben der Uhrzeit auch die zurückgelegten Schritte, Kilometer und Stockwerke sowie die verbrannten Kalorien an. (Bild: Redaktion)

Essen, Trinken, Aktivitäten , Schlaf tracken

Mit Hilfe von Fitbit lässt sich also der gesamte Tagesablauf aufzeichnen. Allerdings, und das merke ich schon am ersten Tag mit dem Fitness-Armband, ist das auch sehr zeitaufwändig. Will man es exakt machen, so ist man mindestens eine halbe Stunde täglich damit beschäftigt – zumindest am Anfang, bis man mal diverse Einträge hat und dann mit Hilfe von Favoriten das ganze Prozedere etwas abkürzen kann. Wer wirklich mit Hilfe von Sport und Ernährung abnehmen will oder aus anderen Gründen genau auf die Kalorien achtet, für den ist das mit Sicherheit sinnvoll. Auch wer versucht, einen gesünderen Lebensstil zu erreichen, dem helfen die genauen Aufzeichnungen mit Sicherheit, denn sie rufen einem deutlich ins Bewusstsein, wo man noch optimieren kann bzw. sollte und an sich arbeiten muss. Für mich als „Ich-will-ja-nur-mein-schlechtes-Gewissen-beruhigen“-Sportlerin finde ich es etwas zu aufwändig. Aber man muss ja auch nicht das ganze Programm machen, das bleibt schließlich jedem selbst überlassen.

Guter erster Eindruck

Mein erster Eindruck vom Fitbit Charge ist auf jeden Fall gut, wenngleich noch etwas Luft nach oben ist. Das Armband sitzt im Alltag gut am Handgelenk, ohne zu stören. Einmal ist es mir abgefallen, als ich mit dem Arm zu fest am Treppengeländer vorbeigestreift bin. Aber das ist zu verschmerzen, man merkt es auch sofort. Gespannt bin ich auf die Akkulaufzeit – bis zu einer Woche soll die Batterie laut Hersteller durchhalten. Die Verarbeitung macht auf mich ebenfalls einen guten Eindruck.

20,- Euro mehr investieren für einen Pulsmesser

Mir persönlich fehlt ein Pulsmesser, es gibt jedoch ein Modell, das einen solchen hat, der Fitbit Charge HR. Ich würde daher die 20,- Euro, die der Charge HR mehr kostet (€149,95) als der Charge (€129,95) investieren. (Zumal es den Charge HR auch in lila gibt… aber das mit der Farbe ist wohl so ein Frauen-Ding…) Und gleich zu Anfang meines Tests drängt sich eine Vermutung auf: Das mit den Stockwerken, das funktioniert noch nicht exakt. Ich habe das Gefühl, dass der Fitbit Charge nämlich mindestens einmal Treppensteigen unterschlagen hat. Aber das werde ich in den kommenden Wochen im Auge behalten – vielleicht misst er es auch nur nicht, wenn man die Treppe hochkriecht anstatt sie dynamisch raufzurennen.

Der Sportmuffel will sich bewegen

Noch ein bisschen was zu meinen persönlichen Rahmenbedingungen: Ich sollte euch vielleicht sagen, dass ich eigentlich der volle Sportmuffel bin, leidenschaftlich gerne (koche und) esse und schon immer ein paar Pfund zu viel auf den Hüften hatte. Inzwischen bin ich jedoch ein gutes Stück von meinem Wohlfühl-Gewicht entfernt und mir wurde ziemlich deutlich bewusst, dass ich etwas tun muss. Nicht nur, weil der halbe Kleiderschrank nicht mehr passt, sondern auch und vor allem, weil ich meinem Körper und meiner Gesundheit schade. Und Einsicht ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung, nicht wahr?

Fitbit Charge

Sitzt gut: Der Fitbit Charge ist gerade ein ständiger Begleiter an meinem Handgelenk. (Bild: Redaktion)

Mit dem Fitbit Charge fange ich jetzt also bei Null an und möchte in den kommenden Wochen meine Fitness verbessern. Abnehmen steht erst an zweiter Stelle, aber ich denke, das ergibt sich von selbst. Fürs Erste gilt es einmal, wieder etwas Kondition zu bekommen. Erreichen möchte ich das mit Hilfe eines Crosstrainers. So bin ich vom Wetter unabhängig – nicht nur im Bezug auf Regen, sondern auch auf Hitze, denn der Crosstrainer steht in der Garage, und da ist es auch bei sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad angenehm kühl. So viel mal zu den Eckpunkten. Mehr gibt’s dann sicherlich auch noch im Verlauf des Tests.


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